Achsengetriebeöl
Achsengetriebeöl ist ein Hochdruckschmiermittel, das speziell zum Schutz von Kegelrädern, Planeten- und Satellitenrädern im Hinterachsgetriebe oder Differential entwickelt wurde. Es befindet sich im Achsgehäuse und bildet einen kontinuierlichen Film zwischen den Zahnflanken der Zahnräder. Dieser Film reduziert die Reibung, leitet die Wärme ab und verhindert die Korrosion der Metalloberflächen. Seine hohe Viskosität, oft in den Klassen 75W-90 oder 80W-140, widersteht dem Scherabriss, wenn das Fahrzeug eine Last zieht oder abrupt beschleunigt. Extreme-Pressure-Additive (Schwefel-Phosphor) schaffen eine chemische Barriere, sobald die Belastungen steigen, und verhindern das Fressen der Zahnräder. Das Achsöl zirkuliert durch die natürliche Bewegung des Hauptzahnrads: Beim Drehen schleudert es die Flüssigkeit zu den Lagern, Dichtungen und Rücklaufkanälen. Es trägt somit zur Abdichtung des gesamten Systems bei und begrenzt die Schaumbildung, was eine gleichmäßige Schmierung auch auf der Autobahn gewährleistet.
Wann sollte das Teil gewechselt werden?
Im Gegensatz zu Motoröl arbeitet Achsengetriebeöl in einem geschlossenen Gehäuse ohne aktive Filtration. Es verschleißt langsamer, ist jedoch mechanischen Scherkräften, Feuchtigkeit und Verschleißpartikeln ausgesetzt. Die Hersteller empfehlen im Durchschnitt:
- einen Wechsel alle 80.000 bis 120.000 km,
- oder alle 5 Jahre, wenn die Kilometerleistung nicht erreicht wird.
Bei 4x4, Nutzfahrzeugen oder Zugfahrzeugen kann das Intervall auf 60.000 km sinken. Achten Sie auf Warnzeichen:
- Dröhn- oder Heulgeräusche proportional zur Geschwindigkeit;
- Ölleckage an den Wellendichtungen oder der Gehäusekappe;
- Brandgeruch nach einer langen Fahrt;
- schwarze Farbe oder Metallspäne am Magnetstopfen bei einer Kontrolle.
Eine jährliche Sichtprüfung reicht aus: Schrauben Sie den Einfüllstopfen ab, die Oberfläche der Flüssigkeit sollte bernsteinfarben und flüssig bleiben. Wenn sie dick erscheint, ist ein Ölwechsel erforderlich.
Warum wechseln?
Ein regelmäßiger Wechsel des Achsengetriebeöls schützt das Differential und vermeidet sehr kostspielige Reparaturen. Im Laufe der Zeit:
- erschöpfen sich die EP-Additive, sodass das Kegelrad ohne chemischen Schutz bleibt;
- die Viskosität sinkt, der Film wird zu dünn und begünstigt den Verschleiß der Zahnflanken;
- Feuchtigkeit führt zur Bildung von Rost und Säure, die die Lager angreifen;
- Metallpartikel zirkulieren frei und wirken wie eine abrasive Polierpaste.
Ein schlecht geschmiertes Achsgetriebe kann plötzlich blockieren, die Kardanwelle brechen und das Fahrzeug lahmlegen. Eine dauerhafte Überhitzung erhöht auch den Kraftstoffverbrauch und erzeugt ein störendes Brummen im Fahrzeuginnenraum. Ein einfacher, kostengünstiger Ölwechsel des Achsgetriebes bewahrt somit die Zuverlässigkeit des Antriebsstrangs, die Fahrsicherheit und den Wiederverkaufswert Ihres Fahrzeugs.
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